Aus dem Vereinsleben

2022 - 95 Jahre TME Müden

Rhein-Zeitung vom 17.3.2022

Der Theater- u. Musikverein „Eintracht“ e.V. (TME) feiert in diesem Jahr sein 95-jähriges Bestehen.

Der 1. März 1927 gilt als das Gründungsdatum des TME. An diesem Tag fand die erste Generalversammlung

statt. Der Zweck des Vereins war es Jugendliche in Theater und Musik auszubilden, sowie Geselligkeit und

Frohsinn zu üben.

1938 wurde der Verein aufgelöst, da derselbe nicht der N.S.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ beigetreten war.

Somit wurde die öffentliche Tätigkeit des Vereins nicht geduldet.

Am 27. Juli 1947 wurde bei der französischen Militärregierung die Neugründung des Vereins beantragt.

Befürwortet am 09.09.1947 vom Amtsbürgermeister des Amtes Karden-Treis und genehmigt von der

Militärregierung fand am 14.09.1947 die Neugründung des TME mit einer Tanzveranstaltung im Saale Sewenig

statt.

Zuerst wurden nur Theaterstücke aufgeführt, bis am 03. Juni 1949 bei der Militärregierung in Cochem angefragt

wurde, ob gegen die Aufstellung eines Musikzuges Bedenken bestehen. Dem Antrag wurde stattgegeben und es

folgte ein reges Vereinsleben in Musik und Theater.

is 1963 wurde neben der eigentlichen „Kebbelmusik“ regelmäßig Theaterstücke aufgeführt, doch mit Einführung

des Fernsehens verlor das Theaterspiel an Attraktivität und hörte schließlich ganz auf. Bis 1989 sollte es dauern,

bis sich wieder einige Vereinsmitglieder an die alte Tradition erinnerten.

Dafür entwickelte sich der Spielmannszug umso erfolgreicher, zumal 1969, unter Federführung von Norbert Mais

und Franz Schäfer, viele junge Leute für die Musik im Verein gewonnen werden konnten. Franz Schäfer hat als

Präsident über 3 Jahrzehnte überaus erfolgreich die Geschicke des Vereins geleitet. Unter der musikalischen

Leitung von Hans-Peter Hässler räumte man regelmäßig die Pokale bei den großen Tambourwettstreiten ab. Ob

Jugend, Leistungs- oder Konzertklasse, der Spielmannszug Müden dominierte die Veranstaltungen und war selbst

Ausrichter großer Tambourwettstreite, bei der viele namhafte Vereine in den verschiedenen Wertungsklassen

gegeneinander antraten.

Die Zeit der großen Feste in zwar heute vorbei, aber der Spielmannszug ist nach wie vor als musikalische

Unterstützung im Dorf aktiv.

1989 war ein großes Jahr für das Theaterspiel. Nach 25 Jahren Pause ging der Vorhang wieder auf. Unter der

Leitung von Gabriele Langen wurde die neue Theatergruppe „Ha-rimm“ unter dem Dach des TME gegründet. Das

erste Stück, gespielt im Mai 1989, hieß „Blaues Blut und Erbsensuppe“.

1991 erhielt die Theatergruppe für das Stück „Man kann alles übertreiben“ den Kulturpreis des Kreises Cochem-

Zell.

Bis heute wird regelmäßig Theater gespielt. Meist an einem Wochenende im November. Die Theaterstücke „Em

Hörebst“ aufgeführt 1996 und „Summajohannsnocht“ aufgeführt 2009, behandelten das lustige Müdener

Dorfleben rund um den Weinbau. Verena Michels schrieb beide Drehbücher und führte auch selbst Regie.

Bekanntermaßen kam wegen der Corona-Einschränkungen das Vereinsleben nahezu zum Erliegen.

Musikaktivitäten fanden kaum statt und es konnte in den letzten 2 Jahren kein Theater gespielt werden. Für das

Jubiläumsjahr 2022 ist am 28./29. und 30.Oktober allerdings wieder eine Theaterveranstaltung fest eingeplant.

Unser Verein will damit wieder Freude und Spaß für seine Mitglieder und Freunde aus Nah und Fern anbieten und

das kulturelle Leben bereichern. Ein Verein besteht nur dann so lange, wenn er engagierte und begeisterte

Mitstreiter hat, die sich für ihren Verein einsetzen. Ihnen allen gebührt unser besonderer Dank mit der Hoffnung,

dass der Verein noch viele Jahre unser Dorfgeschehen mitgestalten kann. Daher sind alle, die sich mit ihren

kreativen und künstlerischen Fähigkeiten in den Verein einbringen möchten, jederzeit herzlich willkommen.

2022 - 95 Jahre TME Müden
Theater- und Musikverein Eintracht/Müden
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